Die Geschichte Rosenbergs

Das Bauland, in dessen Mitte Rosenberg liegt, war nachweislich früh besiedelt. Es wurden Wohnstätten in Osterburken und Einzelfunde bei Hainstadt und Oberwittstadt entdeckt, die aus dem 4. vorchristlichen Jahrtausend stammen. Auch aus der Bronzezeit ( ca. 2000 bis 1000 Jahre v. Chr. ) und der Älteren Eisenzeit ( ca. 1000 bis 500 Jahre v. Chr.) existieren Fundstücke.

Ungefähr 155 n. Chr. drangen die Römer als Invasoren ins Bauland vor - in Osterburken zeugt davon ein gut erhaltenes Kastell. Rosenbergs Ländereien lagen knapp östlich des Limes ( römischer Grenzwall ) der das besetzte Gebiet von dem der freien Germanen abschottete, in unbesetztem Gebiet.

Ab 213 begann ein germanischer Stamm - die Alemannen - ausgehend vom Taubergrund, in das römisch besetzte Gebiet einzufallen. Im Jahre 260 vertrieben sie die Römer über den Rhein und dominierten von nun an im Bauland. Im Gegensatz zu den Invasoren siedelten die Alemannen Sippenweise, gründeten also kleine Dörfer, deren Namen meist mit der Silbe “-ingen” endeten, z.B. Berlichingen.

Im Laufe der Geschichte wurden die Alemannen von einem weiteren germanischen Stamm, den Franken, aus dem Bauland vertrieben. Die fränkische Siedlungsweise glich der alemannischen, und so übernahmen die Franken die bereits geschaffenen Wohnstätten und gründeten dazwischen neue Dörfer mit der Endsilbe “-heim”, so auch Sindolsheim und Eubigheim.

Gräberfunde belegen, dass die Ursiedlung “Rosenberg” in der Zeit der alemannisch-fränkischen Besiedlung zwischen 600 und 700 entstanden ist. “Rosenberg” ist also wesentlich älter als seine erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1251 in den Urkunden des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters Seligental.

 

Vom Ortsteil Rosenberg zur Gesamtgemeinde – eine Zeittafel

1251 In diesem Jahr wird Rosenberg als Rosenberc erstmals in Urkunden des Klosters Seligental erwähnt.
1582 Das Rosenberger Schloss wird erbaut.
1610 Bau der evangelischen Kirche.
1759 Bau der katholischen Pfarrkirche.
1852 Neubau der evangelischen Kirche.
1866 Rosenberg wird an den Eisenbahnverkehr angebunden.
1902 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Rosenberg.
1904 Gründung des Getreidelagerhauses Rosenberg.
1909 Anschluss an die Stromversorgung.
1926 Das Schloss wird bei einem Brand zerstört.
1947 Bau des Rathauses.
1956 Einweihung des neuen Schulhauses.
1959 Bau der Kanalisation.
1970 Gründung des Werkes Rosenberg der Firma GETRAG.

1972 Gesamtgemeinde Rosenberg wird gebildet (mit Bronnacker, Hirschlanden, Rosenberg und Sindolsheim).

1973 Eröffnung des Neubaus der Volksbank Kirnau.
1976 Landratsamt verleiht neues Wappen und Flagge.
1978 Bau des neuen Friedhofs außerhalb des Ortes in Richtung Dörrhof.
1980 Eröffnung einer Filiale der Sparkasse Bauland.
1983 Gründung des „Regionalen Industrieparks Osterburken“ (RIO) bei dem Rosenberg Mitglied ist.
1985 Stilllegung der Bahnstation Rosenberg.
1988 Bau der Sporthalle Rosenberg.
1992 Neuordnung der Wasserversorgung mit Bau des Wasserturms bei Bronnacker.
1996 Wiedereröffnung der Bahnstation.
1999 Rundsilotürme am Lagerhaus werden errichtet.
2008 Neubau des Rathauses.
2012 Renovierung der Westfassade der katholischen Kirche.

 

Zur weiteren geschichtlichen Information empfehlen wir das Rosenberger Heimatbuch von 2001.