Der neue Bürgermeister will eine Umfrage starten

Bald sind es vier Jahre, seit es in Rosenberg keine Einkaufsmöglichkeit mehr gibt: Seit Ende 2014 steht das große Gebäude des ehemaligen Ladens in der Hauptstraße (Gesamtfläche: 240 Quadratmeter) leer.

Die Gemeinde hatte es im April vom Vorbesitzer, einem Architekten aus Hockenheim, nach längeren Diskussionen im Gemeinderat erworben. Die damals potenziellen Betreiber, die auch schon Regale und andere Marktausrüstung gekauft und ins Gebäude gestellt haben, machten aus familiären Gründen einen Rückzieher und stehen somit als zukünftige Pächter des Marktes nicht mehr zur Verfügung.

Die Gemeinde hatte durch Anzeigen in Lebensmittelfachzeitschriften und im Amtsblatt einen Betreiber für den Markt gesucht. Wie zu erfahren war, hat es auch einige Interessenten gegeben, die sich vor Ort den Markt angeschaut haben. Eine konkrete Vollzugsmeldung gibt es aber bislang noch nicht. Auf Nachfrage bestätigte Bürgermeister Baar, dass es derzeit in dieser Sache „nichts Neues zu vermelden“ gibt.

Eine hoffnungsvolle Änderung könnte sich doch bald ergeben, denn mit Ralph Matousek wurde in der Gemeinde ein neuer Bürgermeister gewählt, der in seinem Heimatort Jagsthausen Geschäftsführer des Einkaufsmarktes ist, der auf genossenschaftlicher Basis bestens funktioniert. Es wäre möglich, das dortige Erfolgsmodell auch auf die Baulandgemeinde zu übertragen, wenn es gelingt, Bürger zu gewinnen, die engagiert mitwirken.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates sollte bereits ein Auftrag für eine neue Kühleinrichtung im Markt vergeben werden, was allerdings dann doch nicht erfolgte. Die Bevölkerung möchte auf jeden Fall wieder eine Einkaufsmöglichkeit im Ort, vielleicht mit einem kleinen Café als Bürgertreffpunkt.

Wie Rosenbergs neuer Bürgermeister Ralph Matousek unserer Zeitung sagte, werde er nach seiner Amtseinsetzung eine Umfrage starten, um eine Datengrundlage für weitere Schritte zu haben. Abgefragt wird auch, was die Bürger wollen und natürlich, wer sich einbringen möchte. Matousek ist es wichtig, die Bürger „mitzunehmen“ und auf deren Bedürfnisse einzugehen. Eine Lösung des Problems könnte sich somit alsbald abzeichnen. F

aus den Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 12.12.2018