Dorfladen Rosenberg - Mehr als 100 Freiwillige wollen helfen

Rosenberg. (F) Bürgermeister Ralph Matousek hält sein Wahlversprechen: Mit großem Engagement setzt er sich dafür ein, den ehemaligen Lebensmittelmarkt in Rosenberg, der bereits seit Ende 2014 geschlossen ist, mit dem Aufbau eines Dorfladens aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Dabei bindet er die gesamte Bürgerschaft mit ein. Nach den aktuellen Planungen, die der Bürgermeister bei einer Informationsversammlung zum Thema "Dorfladen in Rosenberg" vor knapp 250 interessierten Bürgern im voll besetzten Rathaussaal vorstellte, könnte der Dorfladen im Herbst 2020 wiedereröffnet werden.

Anschließend stellte er die Auswertung der Umfrage vor: Von den 800 in der Gesamtgemeinde ausgegebenen Fragebogen seien 280 (35 Prozent) zurückgekommen. 98 Prozent davon hätten Interesse an einem Dorfladen bekundet, nur zwei Prozent hätten keinen Bedarf geäußert. 209 Personen (76 Prozent) hätten zugesagt, sich am Dorfladen finanziell zu beteiligen, wobei sich die Spendensumme bereits auf rund 80.000 Euro belaufe.

Neben den wichtigen Fragen bezüglich einer Bäckerei sowie einer Metzgerei seien auch die Öffnungszeiten des neuen Dorfladens abgefragt worden. Nach der Vorstellung der Bürgerwünsche zeigte der Bürgermeister seine Freude über das ehrenamtliche Engagement der Bürger, denn mehr als 100 Freiwillige wollen sich am Projekt beteiligen - sei es bei der Instandhaltung, beim Einräumen der Waren oder beim Verkauf.

Der einstige Lebensmittelmarkt müsse allerdings passend zu den neuen Anforderungen umgestaltet werden, so Matousek. Zusammen mit dem Architekturbüro Kistner sei bereits ein erster Planentwurf erarbeitet worden, in dem die Vorschläge wie eine Café-Ecke, ein neuer Verkaufsbereich für die alltäglichen Lebensmittel und sanitäre Anlagen eingearbeitet wurden. Außerdem sei es wichtig, bereits heute über künftige Erweiterungsmöglichkeiten nachzudenken. Spannend werde auch die Frage sein, wo man eine Außenterrasse bauen könnte.

Zum Nulltarif werde es das geplante Dorfladenprojekt natürlich nicht geben, sagte Matousek weiter. Die Gemeinde habe das Gebäude gekauft, die künftige Erneuerung der Kälteanlagen und Heizung, deren Kosten noch von der Gemeinde übernommen werden, sei allerdings noch nicht geklärt. Die zusätzlich benötigten Investitionen für Ladeneinrichtungen und Umbauarbeiten bezifferte der Bürgermeister auf rund 200.000 Euro. Zudem soll auf dem Dach eine Fotovoltaikanlage installiert werden. Die anfallenden Gesamtkosten könnten mithilfe der finanziellen Zusagen der Bürger getragen werden, der Restbetrag soll dann über eine Darlehensaufnahme finanziert werden. Nach einer bereits angestellten Kostenkalkulation werde der Dorfladen Überschüsse erzielen, Voraussetzung sei aber, dass die Bürger dort auch einkaufen.

Mit großer Mehrheit stimmten dann die interessierten Bürger dafür, das Projekt weiterzuverfolgen. Geplant ist, drei Arbeitsgruppen zu gründen, außerdem soll sich ein Gremium Dorfläden in der näheren Umgebung ansehen. Matousek bat die Bürger darüber hinaus, sich jetzt schon Gedanken über einen geeigneten Namen für den Dorfladen zu machen.

Sein abschließender Dank galt den Mitarbeitern der Verwaltung für die Vorbereitung der Versammlung sowie Karin Attinger für die perfekte Ausarbeitung der Präsentation. Nach seinen jetzigen Vorstellungen könnte mit den Umbauarbeiten im Mai 2020 begonnen werden. Ziel für die Wiedereröffnung sei dann der Herbst 2020. Anschließend beantwortete Ralph Matousek kompetent zahlreiche Fragen.

Info: Ein erstes Treffen für interessierte Helfer findet am Mittwoch, 8. Mai, um 19 Uhr im Sitzungssaal statt.