Erste Gemeinderatssitzung 2018

Die erste Rosenberger Gemeinderatssitzung im neuen Jahr im Bürgerhaus in Bronnacker war bereits nach gut einer Stunde beendet.

Rosenberg. Dann war die „unspektakuläre“ Tagesordnung abgearbeitet, in deren Mittelpunkt die Vergabe der Erd-, Leitungs - und Straßenbauarbeiten für die Erschließung des zweiten Bauabschnitts im Neubaugebiet „Adeldorn II“ in Sindolsheim, die Annahmen von Spenden sowie der eingegangene Prüfungsbericht der Gemeindeprüfungsanstalt standen. Einige interessierte Bürgerverfolgten die Sitzung.

Zur Vergabe der Erd-, Leitungs- und Straßenbauarbeiten für das Sindolsheimer Neubaugebiet „Adeldornring II“ erläuerte Bürgermeister Gerhard Baar erläuterte, dass die Bauarbeiten öffentlich ausgeschrieben wurden. Sie umfassen Abwasserleitungen im Trennsystem, wobei Schmutzwasser und Oberflächenwasser getrennt abgeführt werden, den Wasserleitungsbau im „Württemberger System“ sowie den Straßenbau.

Zehn Angebote gingen ein

Mit dem preisgünstigsten Anbieter, der Firma Zehe aus Burkardroth-Premlich wurde zur Klärung einiger Einheitspreise ein Gespräch zusammen dem Ing. Büro Walter + Partner geführt. Für die Gemeinden erfreulicherweise konnten günstige Preise erzielt werden, so Baar, was vor allem am großzügig bemessenen Zeitraum für die Bauausführung liegt. Mit zehn eingegangenen Angeboten sei die Resonanz in der Bauwirtschaft erfreulich hoch gewesen, was ebenfalls für eine gute Wettbewerbssituation spreche.

Der Angebotspreis, so Baar, lag weit unter der prognostizierten Kostenberechnung. Die Verwaltung schlug vor, den Auftrag zum Endpreis von 434 623 Euro zu vergeben, was der Gemeinderat einstimmig befürwortete.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die im vergangenen Jahr eingegangenen Spenden in Höhe von 8253,77 Euro, deren Annahme das Gremium einstimmig beschloss. Die vorgelegte Auflistung der Spenden wurde zur Kenntnis genommen.

Im Frühjahr hatte die Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg die Bauausgaben der Gemeinde Rosenberg in den Haushaltsplänen 2010 bis 2016 geprüft, wie der Bürgermeister beim nächsten Punkt informierte. Über den zusammengefassten Prüfbericht sei der Gemeinderat zu informieren.

Die Prüfung der Bauausgaben sei von der Gemeindeverwaltung initiiert und über die Rechtsaufsichtsbehörde beantragt worden. Die erfolgte Prüfung diene insbesondere auch dazu, bei künftigen Bauvorhaben Fehler zu vermeiden, Hinweise zu erhalten, wie vergaberechtlich zu verfahren ist und auf die notwendigen Abrechnungsunterlagen der Bauleistungen von Ingeniuerbüros und den ausführenden Firmen zu erhalten. Wie Baar erfreut mitteilte, war ein Prüfungsabschlussgespräch mit der Verwaltung und der Prüferin nicht erforderlich, was bei schwerwiegenden Beanstandungen eingefordert werde.

Mängel bei der Planung

Ein wesentlicher Punkt, der allerdings aufgegriffen wurde, war der Neubau des Mehrgenerationentreffs in Hirschlanden, wo ausgehend vom Planer einige Mängel bereits bei der Planung zu Tage getreten seien.

Die Prüfungsbemerkungen müssen, so Baar, gegenüber der GPA von Seiten der Gemeinde beantwortet werden. Die Ausführungen nahm der Gemeinderat zur Kenntnis.

Der gesamte Bericht kann von den Ratsmitgliedern eingesehen werden.

Unter Punkt „Verschiedenes“ Bürgermeister Baar die in nichtöffentlicher Sitzung gefassten Beschlüsse bekannt. Umfangreich und in Bildern informierte er auch über das Hochwasser vom 3. Januar. Die Feuerwehr war zum Aufbau der Dammbalken in der Ortslage Sindolsheim sowie zum Abpumpen eines Kellers im Einsatz.

Leistungsfähigkeit erschöpft

Der Bürgermeister bedankte sich bei den Aktiven der Abteilungswehren für ihren Einsatz und betonte abschließend, dass dieses Ereignis für die Gemeinde noch glimpflich abgegangen sei, die Leistungsfähigkeit der Einlaufschächte und des Kanals seien aber, wie festgestellt wurde, erschöpft gewesen. F

aus den Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 08.02.2018