Gemeinderat Dezember - Das „Sichern der Zukunft“ prägte Arbeit

In der Jahresabschlusssitzung des Gemeinderates zog Bürgermeister Baar in seinem Jahresrückblick eine beeindruckende Bilanz.

Rosenberg. Ende Januar wurde Hirschlanden im Dorfwettbewerb auf Bundesebene in Berlin mit der Silbermedaille ausgezeichnet, was mit zu den größten Ereignissen im vergangenen Jahr zählt.

Das „Sichern der Zukunft“ hat auch in diesem Jahr wieder die Arbeit der Räte und auch der Verwaltung geprägt. Im Ortsteil Sindolsheim waren es die beiden gewerblichen Bebauungspläne „Krappenacker“ und „Mühlgärten“, mit deren Umsetzung den Firmen Erweiterungsmöglichkeiten verschafft und somit für die Einwohner der Gemeinde wertvolle Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden sollen.

Erfreulich nannte es der Bürgermeister, dass beim größten Arbeitgeber in der Gemeinde, der Firma Getrag, durch einen Anbau und eine neue Fertigungslinie 70 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Noch im Winter folgte der Einstieg der Gemeinde in die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik. Ein erster Umbauabschnitt wird im Frühjahr kommenden Jahres in allen Ortsteilen erfolgen.

Die im März im Ortsteil Rosenberg abgehaltene Einwohnerversammlung war gut besucht, sagte Baar. Themen, welche die Einwohner bewegten, waren unter anderem der fehlende Einkaufsmarkt, das geplante Wohnbaugebiet „Drei Morgen“ und die Wiedereinführung der Ortschaftsverfassung im Ortsteil Rosenberg.

Natürlich konnten auch in diesem Jahr im Haushalt nicht alle gewünschten Maßnahmen und Anschaffungen untergebracht werden, aber es sei dennoch gelungen die Wesentlichen davon zu finanzieren. Im Februar erfolgte die Vergabe der Sanierung der Außenwand am denkmalgeschützten Feuerwehrgebäude in Sindolsheim, der ehemaligen Schafscheune, wo rund 70 000 Euro im Untergrund vergraben wurden.

Im künftigen Wohnbaugebiet „Drei Morgen“ im Ortsteil Rosenberg konnte jetzt, Anfang Dezember, das letzte Grundstück erworben werden, das nun eine Erschließung des Baugebietes möglich macht.

Ende März hat der Gemeinderat beschlossen, mit einer finanziellen Beteiligung der Gemeinde, den Weg zum Neubau des evangelischen Gemeindehauses im Ortsteil Hirschlanden zu ebnen, wobei entsprechende Zuschussanträge vom Maßnahmenträger auf den Weg gebracht und von der Gemeinde unterstützt wurden.

Die Bebauungsplanverfahren der Gewerbeflächen in Sindolsheim wurden während des Jahres weitergeführt, wobei für den Bereich „Mühlgärten“ leider ein Umlegungsverfahren notwendig wurde.

Mitte des Jahres wurde die Planung des Großprojektes „Ausbau der Ortsdurchfahrt in Rosenberg“ im Gemeinderat eingestellt. Eine höchst komplexe Baumaßnahme, wie Bürgermeister Baar ausführte. Die Vergabesumme der Arbeiten beträgt 1 425 000 Millionen Euro.

Infrastruktur sichern

Baar erinnerte in seinem Rückblick auch an den schweren Unfall, der sich am 30. Juli am Bahnübergang ereignet hat. Das DRK und die Feuerwehr hätten ihre großartige Einsatzbereitschaft unter Beweis gestellt. „Gottlob wurden nur Personen leicht verletzt.“

Ende September hat der Gemeinderat fast einstimmig den Beschluss gefasst, den Einkaufsmarkt zu erwerben und so einen wichtigen Infrastrukturbaustein für die Bevölkerung zu sichern. Bei der derzeitigen Suche nach einem Betreiber ist man, so Baar, sehr zuversichtlich.

Der von der Hirschlander Feuerwehr beantragte Anbau an das Feuerwehrgerätehaus wurde nach den Worten des Bürgermeisters vom Ge-meinderat „aus guten Gründen“ vertagt. Zwischenzeitlich mehren sich aus den Reihen der Feuerwehr Stimmen, die den Neubau eines zentralen Feuerwehrgebäudes für die Gesamtgemeinde vorschlagen. Ob dies aufgrund der Größe der Gemeinde Rosenberg zulässig wären, wird derzeit geprüft.

Ende August wurde Pfarrerin Angelika Schulze nach Rastatt verabschiedet, mit der die evangelische Kirchengemeinde Sindolsheim und Rosenberg eine hervorragende Predigerin verloren hat.

Die Mehrzweckhalle Sindolsheim hat, dank der Initiative von Ortsvorsteher Jürgen Fuchs, einen behindertengerechten Zugang erhalten, den die Gemeinde finanziert hat. Zum Jahresende werden auch die Ortsteile Bronnacker und Rosenberg durch den Breitbandausbau „schnelles Internet“ erhalten, was die Gemeinde mit einem Betrag von 104 000 Euro finanzierte.

Engagement gewürdigt

Die in Rosenberg untergebrachten Flüchtlinge befinden sich mittlerweile, wie Baar betonte, allesamt in der sogenannten „Anschlussunterbringung“, was bedeutet, dass nun die Gemeinde für die Unterbringung zuständig ist.

Hierfür wurde das komplette Wohnhaus, in dem die Familien untergebracht sind, von der Gemeinde angemietet, wodurch die Asylsuchenden keinen Wohnungswechsel vornehmen müssen. Nicht nur bei den Flüchtlingshelfern, sondern bei allen ehrenamtlich Tätigen, ob in den Ratsgremien, den Hilfsorganisationen oder den Vereinen galt sein Dankeschön im Namen des Gemeinderates.

Vieles ist nur möglich, weil Bürger in allen Ortsteilen der Gesamtgemeinde organisieren, anpacken und mithelfen. Sein persönlicher Dank galt auch seinen beiden Bürgermeisterstellvertretern Gerd Gräupl und Susanne Grimm – und darüber hinaus den hauptamtlichen Mitarbeitern, ob in der Verwaltung, im Bauhof oder der „Verlässlichen Grundschule“, die durch ihre mit Engagement und Zuverlässigkeit geleistete Arbeit mit dazu beigetragen haben, dass man am Ende des Jahres erneut mit großer Freude feststellen könne, dass man in 2017 wieder ein gutes Stück vorangekommen ist – auf dem Weg, die Gemeinde in die Zukunft zu bringen.

aus den Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 20.12.2017