Gemeinderatssitzung: Marode Mauer soll bald der Vergangenheit angehören

Rosenberger Gemeinderat tagte - Bebauungsplan „Bei den drei Morgen“ war ebenso Thema wie die Sanierung der Friedhofsmauer und die Umgestaltung eines Gehwegs in Bronnacker

 

Rosenberg. In der ersten Sitzung nach der Sommerpause befasste sich der Gemeinderat erneut mit dem Bebauungsplan „Bei den drei Morgen“ im Ortsteil Rosenberg.

Weitere Arbeitsvergaben, wie der zweite Abschnitt der Sanierung der Friedhofsmauer in Sindolsheim, die Umgestaltung des Fußweges in Bronnacker und die neue Beleuchtung in der Sporthalle in Rosenberg standen auf der zehn Punkte umfassenden Tagesordnung.

Bürgermeister Gerhard Baar konnte am Dienstagabend zahlreiche interessierte Bürger, darunter auch drei Bürgermeisterkandidaten, im Bürgersaal begrüßen.

Bekanntgabe und Anerkennung der Niederschrift vom 24. Juli erfolgte einstimmig.

Nach dem Punkt „Bebauungsplan ’Drei Morgen’“ (wir berichten in einer unserer kommenden Ausgaben) befasste sich das Gremium mit den im kommenden Jahr anstehenden Kommunalwahlen, die gemeinsam mit den Europawahlen am Sonntag, 26. Mai, stattfinden.

Im Vergleich zur vergangenen Kommunalwahl haben sich sowohl die Einwohnerzahlen als auch die örtlichen Verhältnisse nicht gravierend geändert, so dass die Verwaltung vorschlägt, die derzeitige Sitzverteilung im Gemeinderat beizubehalten (Rosenberg sechs Sitze, Hirschlanden und Sindolsheim je drei, Bronnacker ein Sitz). Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Die Auftragsvergabe für die sanierungsbedürftige Friedhofsmauer in Sindolsheim war weiterer Punkt. Nachdem im vergangenen Jahr bereits der erste Teil saniert wurde, soll nun der zweite Teil angegangen werden.

Nach den Worten des Bürgermeisters sollen die defekten Abdeckplatten ersetzt, die marode Mauer abgetragen und wieder neu aufgebaut werden. Für diese Maßnahme wurde im vergangenen Jahr ein ELR. Zuschussantrag gestellt. Dieser sei aber nicht bewilligt worden, da es sich bei Friedhofsangelegenheiten um eine kommunale Pflichtaufgabe handele.

Das wirtschaftlichste Angebot zum Preis von brutto 29 265 Euro legte die Firma Beckmann aus Ravenstein vor, der ohne Diskussion einstimmig der Zuschlag erteilt wurde. Im Haushaltsplan 2018 ist ein Betrag von 32 000 Euro veranschlagt. Mit der Ausführung soll, so Baar, baldmöglichst begonnen werden.

Dann war die Umgestaltung des Fußweges vom Dorfgemeinschaftshaus zum Sportplatz im Ortsteil Bronnacker Thema. Die alte Treppenanlage soll abgebrochen und der Fußweg neu gestaltet werden. Die jetzigen Stufen sollen durch ebene Flächen ersetzt werden, damit eine Begehung mit Kinderwagen oder Rollator problemlos möglich ist.

Das Gremium erteilte dem preisgünstigsten Bieter, der Firma Konrad-Bau aus Gerlachsheim, mit einer Angebotssumme von brutto 20 884 Euro den Auftrag, für den ein Zuschuss aus ELR-Mitteln genehmigt wurde. Im Haushalt waren 25 000 Euro veranschlagt.

Mit den Bauarbeiten soll begonnen werden, sobald es der Zeitplan der Firma zulässt. Auf Nachfrage von Gemeinderätin Susanne Grimm antwortete der Bürgermeister, dass dies noch dieses Jahr der Fall sein soll.

Der nächste Punkt, die Nachwahl eines Beisitzers in den Gemeindewahlausschuss für die bevorstehende Bürgermeisterwahl, wurde von der Tagesordnung abgesetzt, da die seitherige als Beisitzerin vorgesehene Gemeinderätin Susanne Grimm ihre Bewerbung als Bürgermeisterin wieder zurückgezogen hat.

Die Beleuchtung der Sporthalle Rosenberg stand erneut auf der Tagesordnung, nachdem dieser Punkt bei der letzten Sitzung bereits Gegenstand kontroverser Diskussionen war und damals vertagt wurde.

Bei den abgegebenen Angeboten bestanden Unklarheiten und Informationsbedarf. Gemeindekämmerin Simone Trumpp erläuterte die neu eingegangenen Angebote der ortsansässigen Firma Elektra, die für beide Gewerke, sowohl den Austausch der Lampen als auch in den Nebenräumen, jetzt den Zuschlag für die Ausführung der Arbeiten erhalten hat.

Die Summe beider vergebener Gewerke beläuft sich auf rund 40 000 Euro. Die Arbeiten sollen noch in den Herbstferien erfolgen, wenn die sportstättengerechten Lampen rechtzeitig geliefert werden.

Breitbandausbau

Für den weiteren in der Gemeinde geplanten Breitbandausbau soll ein „FttB-Masterplan“ erstellt werden. Die Auftragserteilung erfolgte an das Büro IK-T in Regensburg zum Preis von 39 270 Euro.

In der Fragestunde wollte ein Bürger aus Hirschlanden wissen, welche jährlichen Kosten auf die Gemeinde zukommen, wenn im kommenden Jahr in Rosenberg die Ortschaftsverwaltung wieder eingeführt wird. Baar meinte, dass rund 10 000 Euro ausreichen werden. Weiter schlug der Hirschlandener vor, dass die zur Sicherung des Feuerlöschteiches in Hirschlanden vom Bauhof ausgeführten Arbeiten vom Bürgermeister nochmals persönlich überprüft werden sollten, da diese – seiner Meinung nach – nicht ordnungsgemäß ausgeführt wurden.

Unter Punkt „Verschiedenes“ informierte Baar darüber, dass im RIO nur noch eine Restfläche von drei Hektar zur Verfügung steht, so dass der Zweckverband über eine Erweiterung nachdenkt, die aber noch mit dem Regionalverband zu besprechen ist.

Die vom Ortschaftsrat in Hirschlanden geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich des Feuerwehrgerätes, bedingt durch das derzeit höhere Verkehrsaufkommen der im Bau befindlichen Ortsdurchfahrt Rosenberg, wurde von den Fachbehörden vorgenommen und nach Vor-Ort-Begutachtung der Verkehrssituation abgelehnt.

Als letzten Punkt gab Kämmerin Simone Trumpp einen zufriedenstellenden Kurzbericht über den Stand des Haushaltsvollzuges 2018.

aus den Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 20.09.2018