Gemeinderatssitzung Oktober

Mit einer überschaubaren Tagesordnung (sechs Punkte) befasste sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend in der ehemaligen Schule im Sindolsheim.

Dazu begrüßte Bürgermeister Baar neben einigen interessierten Bürgern auch seinen Nachfolger Ralph Matousek, der sich bereits in sein neues Amt einarbeite, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

Nach Bekanntgabe und Anerkennung der Niederschrift leitete Baar zur Auftragsvergabe für die Heizung im ehemaligen Lebensmittelmarkt in der Hauptstraße über. Beide eingegangenen Angebote seien schlecht miteinander vergleichbar, weil sie verschiedene Fabrikate beinhalten. Da man weitere Möglichkeiten prüfen wolle, schlug Baar vor, den Punkt von der Tagesordnung abzusetzen. Diesem Vorschlag folgte der Gemeinderat einstimmig.

Anmeldungen vielversprechend

Nächster Punkt war die Änderung der Satzung über die Teilnahme an der verlässlichen Grundschule in Rosenberg. Wie Bürgermeister Baar und Rechnungsamtsleiterin Simone Trumpp informierten, veranlasse der Stundenplan des neuen Schuljahres die Gemeinde dazu, die Betreuungszeiten anzupassen. Die Anmeldungen seien sehr vielversprechend und man sei mit der Betreuung auf einem guten Weg.

Die verlässliche Grundschule findet an jedem Schultag von 7.30 bis 8.30 Uhr und von 12.10 bis 14 Uhr statt, donnerstags zusätzlich von 11.20 bis 12.10 Uhr. Pro Betreuungsstunde wird eine Teilnahmegebühr von einem Euro erhoben. Diese Gebühr will man wie bisher belassen.

Mehrheitlich wurde die neue Satzung, die zum 1. Oktober in Kraft tritt, beschlossen. Gleichzeitig tritt die Satzung über die Teilnahme an der verlässlichen Grundschule vom 5. Juni 2000 und 23. November 2017 insoweit außer Kraft.

„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, sagte Bürgermeister Baar beim nächsten Tagesordnungs-Punkt: der Fortsetzung des kreiswei-ten Breitbandausbaus. In einem weiteren, den gesamten Landkreis umfassenden Erschließungs-Ab-schnitt sollen die derzeit unterversorgten Anwesen (Randbereiche der Ortschaften, Siedlungsweiler, Einzelgehöfte) mit Glasfaseranschlüssen versorgt werden, die bis zu den Grundstücksgrenzen der Anwesen reichen, sogenannte FttB-Anschlüsse.

Dabei spielen wieder die Förderprogramm eine Rolle, die von der Landesregierung bzw. dem Bund auf den Weg gebracht werden. Gerade hinsichtlich der Bundesförderung bestehe laut Baar ein enges Zeit-fenster für eine Förderung, weshalb bereits in den nächsten Monaten konkrete Anträge gestellt werden müssten, was das Landratsamt für den gesamten Landkreis übernehme.

Vor wenigen Tagen wurde mit dem Beauftragten des Kreises die Versorgungslage in der Gemeinde Rosenberg besprochen. Betroffen sind 35 Anwesen. Nach aktuellen Kostenermittlungen könne davon ausgegangen werden, dass sich der Eigenanteil je nach Höhe der Förderung durch Bund und Land auf rund 70 000 Euro belaufen werde.

Zukunftstechnologie

Am 8. November solle in einer gemeinsamen kreisweiten Erklärung der Bürgermeister die Bereitschaft der Kommunen zur Beteiligung an dieser Ausbaustufe verbindlich erklärt werden.

In der Diskussion war der einstimmige Tenor des Gremiums, dass man sich dieser Zukunftstechnologie nicht verschließen und alle Anwesen mit Breitband versorgen sollte.

Nach kurzer Aussprache beschloss der Gemeinderat, dass sich die Gemeinde an der nächsten Stufe des weiteren Ausbaus der Breitbandversorgung mit allen unterversorgten Gebieten, Weilern und Einzelgehöften beteiligt.

Der Landkreis übernehme die Versorgung der Schulen im Landkreis mit Glasfaser-Anschlüssen. Einbezogen sei dabei auch die Grundschule Rosenberg.

Der Beschluss wurde auf Vorschlag von Gemeinderat Jürgen Arnold (Hirschlanden) dahingehend ergänzt, dass die Zustimmung auf den genannten Zahlen basiert. Sollte sich der Eigenmittelanteil der Gemeinde wesentlich verändern, behält sich der Gemeinderat vor, nochmals darüber zu befinden, wenn konkrete Zahlen vorliegen. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Nachdem es bei der Bürgerfragestunde keine Wortmeldungen gab, informierte Bürgermeister Baar über den Stand der „Baumaßnahme Ortsdurchfahrt“. Die Firma Benninger warte bereits seit drei Wochen auf den Subunternehmer, der die Gehwege pflastern will. Daher mussten in den vergangenen Wochen „Nebenarbeiten“ durchgeführt werden. Der Bau sei um acht Wochen im Rückstand.

Der nächste Bauabschnitt – von der Dorfstraße abwärts – werde Ende nächster Woche angegangen. Die Arbeiten seien nur unter Vollsperrung möglich, weshalb man in den nächsten Wochen mit dem Auto nicht vom Unterdorf ins Oberdorf käme, weshalb der Bürgermeister um Verständnis bei der Bevölkerung warb.

Gemeinderätin Maria Weber regte an, jetzt – zu Beginn der dunklen Jahreszeit – die Baustelle gut auszuleuchten. Auf die von Anna Heppner angesprochene Sperrung des Spielplatzes in Hirschlanden entgegnete der Bürgermeister, dass diese notwendig war, da dort erhebliche Baumängel bestünden. Derzeit werde der Spielplatz durch die Mitarbeiter des Bauhofes nach den gesetzlichen Vorgaben umgebaut und erst wieder eröffnet, wenn die notwendigen Arbeiten, auch beim Fallschutz, erfolgt sind.

Letzter Punkt war die Sauberkeit im Ort, die nach Meinung von Gemeinderat Gerd Walch zu wün-schen übrig lässt. Hier sprach er speziell den Hundekot an, der an vielen Stellen herumliegen würde.

aus den Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 25.10.2018