Großbaustelle Ortsdurchfahrt

Rosenberg. (F) Als Großbaustelle präsentiert sich die Rosenberger Ortsdurchfahrt. Vor rund sechs Wochen haben die Arbeiten begonnen. In den nächsten 14 Monaten, voraussichtlich bis zum Ende des Jahres 2018, wird die Durchgangsstraße vom Bahnübergang bis zur Einmündung Mühlweg ausgebaut. Im Zuge der umfangreichen Bauarbeiten werden neue Wasser- und teilweise auch Abwasserleitungen verlegt.

Die Mitarbeiter der bauausführenden Firma Benninger aus Neunkirchen bei Bad Mergentheim haben mit den Arbeiten zur Erneuerung der Hausanschlussleitungen für die Straßeneinläufe in offener Bauweise begonnen. Die Kanalsanierung der Hauptleitung wurde in geschlossener Bauweise von einer Fachfirma ausgeführt.

Inzwischen sind die Arbeiten am ersten Bauabschnitt vom Bahnübergang bis zur Einmündung Hirschlander Weg weit fortgeschritten. Am Knotenpunkt Hirschlander Weg/Hauptstraße wurde ein zentraler Abwasserschacht der Wasserversorgung mit großem Aufwand eingebaut. Hier laufen die Leitungen beider Straßen zusammen. Zwei Kontrollschieber machen es im sogenannten "Württemberger System" möglich, jeden Hausanschluss separat von der Wasserzufuhr zu trennen.

Wie Bürgermeister Baar gegenüber der RNZ mitteilte, waren eigens für dieses Bauwerk statische Berechnungen erforderlich, da dieser Schacht in der Mitte der Durchgangsstraße sitzt und somit auch die Belastungen durch den durchfahrenden Schwerverkehr berücksichtigt werden musste.

Ende vergangener Woche wurde mit der Leitungsverlegung in Richtung Talweg begonnen. Nach bestandener Druckprüfung und erfolgter mikrobiologischer Untersuchung kann die neu eingebaute Wasserleitung in Betrieb gehen und die Notversorgung abgebaut werden.

Zu Beginn der Bauarbeiten hatten sich das planende Ingenieurbüro Sack und Partner, die Gemeinde Rosenberg sowie die bauausführende Firma Benninger darauf verständigt, nach Feierabend den Autofahrern die Möglichkeit zu geben wird, die Baustelle mit Pkw zu passieren, was sich im Nachhinein als nicht praktikabel erwiesen hat. Diese Durchfahrtsmöglichkeit wollte jüngst auch ein polnischer Lkw-Lenker nutzen. Er versuchte, mit seinem großen Lastzug die schmale Durchfahrt zu passieren, richtete dabei aber erheblichen Schaden an der Fassade der Volksbank Kirnau an. Fast täglich müssen Lkw vor der Baustelle umkehren, weil die Fahrzeuglenker die Hinweisschilder nicht beachtet haben.

Zugleich kommt es auf den ausgewiesenen schmalen Umleitungsstrecken immer wieder zu teils brenzlichen Situationen im Begegnungsverkehr. Teilweise sind an der Strecke bei und nach Hirschlanden die Bankette bereits schwer beschädigt . Im Ortsteil Hirschlanden, der aufgrund der Umleitung eine erhebliche Verkehrsbelastung verzeichnet, regt sich unter der Bürgerschaft inzwischen Unmut, da nicht wenige Fahrzeuge zu schnell ins Dorf einfahren und dadurch insbesondere ältere Fußgänger und Kinder stark gefährdet sind. In der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates wurde angeregt, eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h vorzunehmen.

In dieser Woche wird mit den Arbeiten der Gehwegsanierung im Bauabschnitt 1 a begonnen, so dass der ausgearbeitete Zeitplan bisher eingehalten ist. Die Gemeinde will den Autofahrern über die Wochenenden möglichst die Durchfahrt durch die Baustelle gewährleisten, wie das auch am vergangenen Wochenende der Fall war. Es wird seitens der Gemeinde in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass der Talweg keine Umleitungsstrecke ist.

aus der RNZ, Donnerstag, 23.11.2017