Herbstübung der Rettungskräfte

Rosenberger Gesamtwehr Herbstabschlussübung führte Floriansjünger sowie Mitglieder des DRK-Ortsvereins zu den neuen Windkraftanlagen / Ehrung für Martin Graser

 

Zur Herbstabschlussübung der Rosenberger Gesamtwehr hatte das Organisationsteam ein besonderes Brandobjekt ausgewählt: die neu erbauten Windkraftanlagen. Als Übungsszenario wurde ein Waldbrand angenommen, der durch heruntergefallene Anlagenteile entstanden ist. Eine besondere Herausforderung für die Wehrmänner war bei ihrem Einsatz die lange Wasserförderung - mehr als 500 Meter - vom alten Hochbehälter am Sportplatz zur Befüllstation oberhalb der Grillhütte. Dort wurden die beiden Löschfahrzeuge der Abteilungswehren Rosenberg mit Wasser gefüllt.

Wichtige Erkenntnis

Eine wichtige Erkenntnis der Übung war es, dass bei einem tatsächlichen Einsatzfall die beiden Fahrzeuge, die bei der Übung zur Verfügung gestandenen haben, bei weitem nicht ausreichen würden. Man wäre dringend auf nachbarschaftliche Hilfe und Unterstützung der umliegenden Feuerwehren angewiesen.

Kurz nach 14 Uhr erfolgte die Alarmierung der Einsatzkräfte. In kurzen Abständen trafen dann die Wehren aus Hirschlanden, Sindolsheim, Rosenberg und Bronnacker sowie die SEG des DRK-Ortsvereins Rosenberg bei der Windkraftanlage I ein.

Nach der kurzen Lagebesprechung mit dem leitenden Gesamtkommandanten Andreas Frey wurde den einzelnen Abteilungswehren ihre Arbeit zugewiesen. Die Floriansjünger aus Hirschlanden und Bronnacker wurden mit der Wasserförderung beauftragt. Schnell legten sie eine mehr als 500 Meter lange Förderleitung vom Hirschlandener Hochbehälter in der Nähe des Sportplatzes bis zur Befüllstation oberhalb der Grillhütte.

Die Einsatzkräfte aus Rosenberg und Sindolsheim wurden zur Bekämpfung des "Waldbrandes" eingesetzt. Der Transport des Löschwassers erfolgte mittels Pendelverkehr durch die beiden Fahrzeuge der Wehren aus Rosenberg und Sindols-heim sowie mit dem Wasserfass der Abteilung Bronnacker über die abgesicherte Kreisstraße. Erschwerend kam hinzu, dass zwei Personen, die durch herunterfallende Teile verletzt wurden, geborgen werden mussten. Für die beiden "Mimen" hatte der DRK-Ortsverein gesorgt, der bei dieser Herbstübung von drei Helfern seiner Schnelleinsatzgruppe unterstütz wurde, und die verletzten Personen versorgte.

Nach gut einer Stunde intensiver Übung gab Gesamtkommandant Andreas Frey das Übungsende bekannt. Alle Beteiligten sowie die beiden Gemeinderäte Susanne Grimm und Gerd Gräupl und der stellvertretende Kreisbrandmeister Erich Wägele trafen sich im Sportheim des FCT Hirschlanden zur Abschlussbesprechung.

Dabei zeigte sich Gesamtkommandant Frey mit dem Übungsverlauf und den Löscharbeiten zufrieden. Im Mittelpunkt der Übung stand unter anderem auch ein Testlauf in Sachen "Transport des Löschwassers zum Brandherd". Hierbei wurde deutlich, dass im Notfall weitere Fahrzeuge notwendig wären, denn: Zwischen den einzelnen Fahrten bestand viel Leerlauf. Bemängelt wurde auch, dass die Kommunikation zwischen den Wehren durch eine schlechte Funkverbindung nicht ideal gewesen sei.

Wie Frey abschließend betonte, werde man in einer gemeinsamen Kommandantensitzung die Übung nochmals analysieren und dann die notwendigen Schlüsse ziehen.

Hirschlandens Abteilungskommandant Edwin Unangst betonte, dass die Herstellung der Förderleitung und die Löschwasserförderung für die damit beauftragten Wehrmänner eine besondere Herausforderung dargestellt hat. Mit der Förderpumpe "Fox 3" sei der Transport jedoch zu schaffen gewesen. Die Schläuche hätten gehalten und der Aufbau der Befüllstation sei problemlos erfolgt.

In seinem Grußwort bedankte sich der stellvertretende Bürgermeister Gerd Gräupl bei den Floriansjüngern für ihre zahlreiche Teilnahme an dieser Übung und lobte den ehrenamtlichen Einsatz.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Erich Wägele schloss sich an, erklärte aber auch, dass das Personal der Rosenberger Gesamtwehr, wenn es zum Brandfall an den Anlagen kommen würde, nicht ausreichen werde. Der vorhandene Alarmplan wäre dann entsprechend auszuweiten.

Wägele wünsche sich, dass solche Übungen auch weiterhin stattfinden, denn nur so könne man im Einsatzfall bestehen.

Anschließend hatte Wägele die ehrenvolle Aufgabe, den Oberfeuerwehrmann Martin Graser für dessen 25-jährigen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber mit Ehrenurkunde des Landes Baden-Württemberg auszuzeichnen.

Vorbild für viele junge Menschen

Von Seiten der Gemeinde bedankte sich der stellvertretende Bürgermeister Gerd Gräupl bei Martin Graser für dessen beeindruckenden Dienst für die Allgemeinheit. Graser bezeichnete Gräupl als Vorbild und er hoffe, dass viele junge Menschen ihm nacheifern.

Mit einem kameradschaftlichen Beisammensein wurde die Übung beendet, wobei sowohl Wägele als auch Gräupl der Rosenberger Gesamtwehr für die Zukunft alles Gute wünschten.

aus den Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 08.11.2017