Ralph Matousek gewinnt deutlich Bürgermeisterwahl

Rosenberg hat einen neuen Bürgermeister! Mit einem Erdrutschsieg konnte sich am gestrigen Sonntag bereits im ersten Wahlgang Ralph Matousek gegen fünf Mitbewerber durchsetzen. Der 44-jährige Kämmerer der Gemeinde Jagsthausen erhielt stattliche 79,8 Prozent der abgegebenen Stimmen und tritt damit die Nachfolge von Gerhard Baar an, der nach 20 Jahren auf dem Rosenberger Chefsessel Ende des Jahres in den Ruhestand geht.

Unter den zahlreichen Gästen waren am Sonntagabend auch mehrerer Bürgermeister aus dem Kreis sowie CDU-Bundestagsabgeordneter Alois Gerig, Erster Landesbeamter Dr. Kleih vom Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises und der Hirschlandener Dekan Rüdiger Krauth.

Kurz nach 19.30 Uhr gab Amtsinhaber Gerhard Baar am gestrigen Sonntag auf dem Rosenberger Rathausplatz unter dem lang anhaltenden lautstarken Beifall zahlreicher Bürger das Wahlergebnis bekannt und gratulierte Ralph Matousek zu dem eindrucksvollen Wahlerfolg. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp über 73 Prozent, was ebenfalls als erfreulich bezeichnet wurde. Weiterhin lobte Gerhard Baar den sehr fairen Wahlkampf, den sich die insgesamt sechs Bewerber in den letzten Wochen geliefert hatten.

Der neue Rosenberger Bürgermeister hatte im Vorfeld vor allem durch Fachkompetenz gepunktet. Seit 2003 leitet Ralph Matousek als Kämmerer die finanziellen Geschicke der Gemeinde Jagsthausen. Zuvor war er Bau- und Hauptamtsleiter in Untereisesheim. Am Rande der Kandidatenvorstellung lobten viele Bürger die Kompetenz des Verwaltungsfachmanns. Außerdem erachteten viele es als sehr gut, dass frischer Wind von außen komme und ein Ortsfremder künftig Bürgermeister von Rosenberg wird.

Das zweitbeste Stimmenergebnis verzeichnete Alexander Ullrich aus Rosenberg. Der 30-jährige Betriebswirt von AZO verbuchte in seiner Heimatgemeinde mit 12,7 Prozent der abgegebenen Stimmen einen Achtungserfolg, wobei er im Kernort Rosenberg auf 19,5 Prozent kam. Keine Rolle spielten bei den Wählern die vier weiteren Kandidaten. Sie kamen zusammen lediglich auf circa acht Prozent der abgegebenen Stimmen.

An Ravensteins Bürgermeister Hans-Peter von Thenen hatten sich bereits im Vorfeld die Geister geschieden. Sein vorgestelltes Modell des Doppel-Bürgermeisters konnte am Wahlsonntag die wahlberechtigten Rosenberger nicht begeistern: Der 49-Jährige erhielt insgesamt lediglich neun Stimmen und damit gerade einmal 0,7 Prozent. Das bedeutete im Endklassement eine herbe Schlappe und den letzten Platz im Kandidatenranking der Rosenberger Bürgermeister-Bewerber.

Minimal besser schnitten die anderen Bewerber ab. Alle bleiben aber unter der Drei-Prozent-Marke:
Auf Marco Maciossek (Sindolsheim) entfielen zwei Prozent, auf Mirco Wentrup (Bronnacker) knapp 1,7 Prozent und auf Max Schweizer (Hirschlanden) rund 2,7 Prozent der Stimmen.

"Rosenberg hat gewählt - und wie!", stellte der scheidende Bürgermeister Gerhard Bar bei der Bekanntgabe des Wahlergebnisses unter großem Beifall der Anwesenden heraus und sprach von einem sehr eindrucksvollen und grandiosen Vertrauensbeweis. Baar gratulierte seinem Nachfolger zum Erdrutschsieg und zeigte sich dabei auch über die hohe Wahlbeteiligung in der Gesamtgemeinde Rosenberg erfreut. Zu den ersten Gratulanten gehörten neben MdB Gerig auch die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden und die Ortsvorsteher der Gesamtgemeinde Rosenberg.

Für die gelungene musikalische Umrahmung der Wahlbekanntgabe sorgte der Posaunenchor Rosenberg.