Seit 35 Jahren im Gemeinderat

75. Geburtstag von Gerd Gräupl Kommunalpolitiker engagiert sich auch außerhalb der Politik

Es gibt in der Region Bauland nicht viele Bürger, die sich in diesem Ausmaß für die Vereine und eine Gemeinde engagieren, wie Gerd Gräupl, der am heutigen Freitag in Rosenberg seinen 75. Geburtstag feiert.

Frühe Schicksalsschläge

Der Kommunalpolitiker, der dem Gemeinderat seit 35 Jahren angehört, wurde am 11. Januar 1944 in Iglau im heutigen Tschechien geboren. Seine Mutter ist bereits zwei Jahre nach seiner Geburt verstorben. Sein Vater kam zwischen dem 7. und 13. März 1945 in Krainburg/Slowenien ums Leben. Nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges kam er mit seiner damals 67 Jahre alten Großmutter über verschiedene Lager im August 1946 nach Seckach. Sein Wohnort wurde damals bis zum Jahre 1955 die Gemeinde Heidersbach, danach wohnte er bis 1969 in Buchen und dann wurde er in Rosenberg sesshaft. Am 4. Oktober 1969 folgte die Eheschließung mit seiner Frau Waltraud, geborene Loisch. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor, wovon einer im Jahre 2010 verstarb.

Am 1. Mai 1958 begann der Jubilar eine Lehre als Vermessungstechniker beim damaligen Flurbereinigungsamt in Buchen, dem späteren Amt für Flurneuordnung und Landentwicklung, die er im Jahre 1961 erfolgreich beendete. Zwischen den Jahren 1989 und 2011 hatte Gräupl das Amt als Personalratsvorsitzender bei dieser Dienststelle inne. Im Jahre 2005 schied er in Altersteilzeit aus. Gräupl engagierte sich in seiner neuen Heimat in vielfältiger Weise. Er war langjähriger Elternbeiratsvorsitzender im Kindergarten Rosenberg, in der Grundschule Rosenberg sowie in der Realschule in Boxberg. Im Jahre 1984 wurde Gräupl in den Ortschaftsrat Rosenberg gewählt, der aber im Jahre 1989 aufgelöst wurde.

An vielen Projekten beteiligt

Seit 35 Jahren gehört er nun ununterbrochen dem Gemeinderat Rosenberg an, in den er ebenfalls im Jahre 1984 gewählt wurde. In dieser langen kommunalpolitischen Zeit engagierte er sich für die Weiterentwicklung seiner Heimatgemeinde und ihrer Ortsteile. So war er an vielen maßgeblichen Projekten betei-ligt wie dem Neubau der Sporthalle im Steinbübl, der Neuordnung der Wasserversorgung mit Umbau der Kläranlage, dem Rathausneubau und der jetzigen Sanierung der Ortsdurchfahrt in Rosenberg, die kurz vor dem Abschluss steht. Zudem ist er seit 2004 Bürgermeisterstellvertreter. Er vertrat die Gemeinde bei vielen, auch überörtlich wichtigen Sitzungen in der Region, wodurch er bei den Bürgermeistern im Umkreis stets als Repräsentant der Gemeinde wahrgenommen wurde. Seit dem Jahre 2005 gehört Gräupl dem Gutachterausschuss in der Gemeinde an und hat für seine Verdienste verschiedene Ehrungen erhalten, wie im Jahre 2002 die silberne Ehrennadel und im Jahre 2010 die Goldene Ehrennadel des Gemeindetages. Seine Attribute waren seit je her Pünktlich-, Verlässlich- und Korrektheit. Es gab kaum einen Termin, den nicht wahrgenommen hat. Eine Besonderheit des Jubilars: Seine Ansprachen verfasste er stets in passender Reimform.

750-Jahr-Feier mitorganisiert

Für die Vereine des Dorfes engagiert sich Gräupl ebenfalls. Neben den bestehenden Mitgliedschaften im TSV Rosenberg und im DRK-Ortsverein Rosenberg als großer Förderer ist er Gründungsmitglied des im Jahre 1999 gegründeten Heimat - und Kulturvereins und half mit bei der Organisation der großen Jubiläumsfeier zum 750-jährigen Bestehen des Dorfes im Jahr 2001. Zudem war mit eigenen Beiträgen aktiv an der Erstellung des Heimatbuches beteiligt, das anlässlich des Dorfjubiläums herausgegeben wurde. Heute gehört er diesem Verein noch als Mitglied an, bei dem er auch sechs Jahre von 2012 bis 2018 Schriftführer war. Gräupl war und ist immer noch ein begeisterter Wanderer. Beim ehemaligen Rosenberger Wanderverein, in dem er viele Jahre als Vorsitzender aktiv war, organisierte er jahrelang die Rosenberger Wandertage. Der Verein wurde aber im Jahre 1986 aufgelöst. Ein weiteres Hobby ist die Gartenarbeit.

Zu seinem Ehrentag wünscht ihm auch seine Heimatzeitung, die Fränkischen Nachrichten, alles Gute und vor allem Gesundheit. F

aus den Fränkische Nachrichten, Freitag, 11.01.2019