Sitzung des Ortschaftsrat Sindolsheim

Zur Sitzung des Ort-schaftsrates, die sieben Tagesordnungspunkte umfasste, kamen zahlreiche interessierte Bürger in den Saal der „Alten Schule“, die von Orts-vorsteher Jürgen Fuchs begrüßt wurden.

Gute Lebensqualität

Beim ersten Punkt gab der Ortsvorsteher einen aktuellen Sachstandsbericht zur derzeitigen Situation des Lebensmittelmarktes im Ort. Wie er betonte, haben die Einwohner des Dorfes dadurch eine relativ gute Lebensqualität, was in einem Dorf mit rund 500 Einwohnern keine Selbstverständlichkeit sei.

Da man von Seiten des Ortschaftsrates diese Einkaufsmöglichkeit halten möchte, habe man sich mit der Tochter der Inhaberin in Verbindung gesetzt, die zusagte, dass der Einkaufsladen bis Ostern 2019 in der jetzigen Form weiterbetrieben werden könne. Es gebe zwar Kaufinteressenten, deren Namen aber nicht genannt wurden, so Fuchs, weshalb es auch nicht möglich war, mit ihnen über den Fortbestand zu sprechen.

Gleichzeitig habe man aber beim Vorstand der Volksbank Kirnau nachgefragt, ob es möglich wäre, das Ladengeschäft in der ehemaligen, jetzt leerstehenden Bankstelle der Bank, unterzubringen. Eine weitere Möglichkeit wäre auch, einen Umbau des ehemaligen Gefrierhauses vorzunehmen, was aber einen großen Aufwand bedeuten würde. Eine dritte Möglichkeit, die Ortsvorsteher Fuchs noch ins Gespräch brachte, wäre der Erwerb durch den Förderverein oder die Gemeinde. Die Wohnung im Haus könnte vermietet werden und der Laden sowie die Lebensqualität wären gesichert. Die in der Altheimer Straße stehenden Kastanienbäume waren weiteres Thema der Sitzung. Ortsvorsteher Fuchs schlug vor, diese zwei bis drei Meter zu kürzen und auszudünnen.

Diese Arbeiten sollten vom Bauhof über die Wintermonate ausgeführt werden. Dies hätte zudem den Vorteil ein Einwachsen der Äste in die Stromleitungen zu verhindern und das Laubaufkommen im Herbst zu verringern.

Die Kommunalwahlen 2019 werfen ihre Schatten voraus, sagte derOrtsvorsteher beim nächsten Punkt, wo der Ortschafts- und Gemeinderat neu gewählt wird. Sindolsheim braucht mindestens einen neuen Kandidaten für den Gemeinderat und mindestens zwei für den Ortschaftsrat.

Mittel für 2019

Wie Fuchs beim nächsten Punkt informierte, musste die Meldung an Mitteln für den kommenden Haushalt der Gemeinde 2019 schon im September abgegeben werden.

Beantragt wurden die Sanierung von Feldwegen, ein neues Brückengeländer in der Lammstraße sowie die Fassung des Oberflächenwassers oberhalb der Bergstraße und falls erforderlich ein Umbauzuschuss für den Lebensmittelladen.

Bei der Bekanntgabe der in nichtöffentlicher Sitzung gefassten Beschlüsse teilte der Ortsvorsteher mit, dass eine Anwohnerin, die im Tannengarten ein neues Wohnhaus, baute, den Antrag stellte, ihr Grundstück mit einem Zaun umranden und diesen auf die Oberkante der Böschung setzen zu dürfen, da die eigentliche Grundstücksgrenze mitten in der Böschung verläuft.

Dem Antrag stimmte der Ortschaftsrat mit der Maßgabe zu, wenn die Fläche jedoch für eine Baumaßnahme benötigt werden sollte, müsse der Zaun auf die eigentliche Grenze zurückgebaut werden.

Unter Punkt „Verschiedenes“ wurde der am Sportgelände bestehende Tartanplatz angesprochen, der immer mehr verwildert, weshalb Ortsvorsteher Fuchs die Bevölkerung um Mithilfe bat.

Gemeinsam sollte man sich Gedanken für eine Umnutzung des Platzes machen. Das vordere, niedrigere Stück der Friedhofsmauer soll im ersten Halbjahr 2019 saniert werden und wie gehabt wieder mit Sandsteinplatten abgedeckt werden.

Neues Sektionaltor

Der Gemeinderat hatte in seiner letzten Sitzung den Auftrag für diese Arbeiten bereits vergeben.

Weiterhin informierte der Ortsvorsteher darüber, dass im Feuerwehrgerätehaus ein neues Sektionaltor eingebaut wurde, da das neue Löschfahrzeug eine größere Durchfahrtsbreite benötigt.

Außerdem soll der Gehweg über die Breite des Gerätehauses auf Straßenniveau abgeschrägt werden, um ein Schwanken des Fahrzeuges beim Herausfahren zu vermeiden.

Verschmutzung durch Hundekot

Beim letzten Punkt, der „Bürgerfragestunde“, beschwerten sich einige Bürger über die Verschmutzung durch Hundekot.

Die Verschmutzung werde durch Aufstellen von Hundekotstationen nicht automatisch abgestellt, sondern man müsse an den gesunden Menschenverstand des Hundbesitzers appellieren, da es selbstverständlich sein sollte, die durch den eigenen Hund verursachten Verunreinigungen schließlich selbst zu entsorgen. F

aus den Fränkische Nachrichten, Dienstag, 27.11.2018