Spatenstich - Ausbau der Ortsdurchfahrt Rosenberg

Rosenberg. (F) "Am Tag des Lächelns" wurde mit dem Spatenstich eine außergewöhnliche Baumaßnahme im Ortsteil Rosenberg offiziell begonnen. In den nächsten 14 Monaten, bis Ende des Jahres 2018, wird die Ortsdurchfahrt unter Vollsperrung vom Bahnübergang bis zur Einmündung "Mühlweg" neu ausgebaut werden. Die Baukosten für dieses Großprojekt belaufen sich auf 1,64 Millionen Euro. Trotz erheblich gewährter Zuschüsse von rund 900.000 Euro ist die finanzielle Belastung für die Gemeinde damit immer noch sehr hoch.

Am Freitagvormittag hatten sowohl Bürgermeister Gerhard Baar, als auch die Mitglieder des Gemeinderats ein Lächeln im Gesicht, als man sich zum Spatenstich mit Vertretern des planenden Ingenieurbüros Sack und Partner (Adelsheim) sowie der bauausführenden Firma Benninger (Bad Mergentheim) vor der Volksbank Kirnau eingefunden hatte. Jetzt gehe, so der Bürgermeister, der geplante Ausbau der Ortsdurchfahrt vorwärts. Baar bezeichnete diese Maßnahme als ein außergewöhnliches und sehr komplexes Projekt, das in einer Gemeinde nur circa alle 40 bis 50 Jahre in dieser Art und Weise durchgezogen werde.

Baar erinnerte daran, das im Juni 2016 das Ingenieur-Büro Sack und Partner mit der Ausarbeitung der Pläne begonnen hatte. Die umsichtige Planung und der große Erfahrungsschatz des Büros, so der Bürgermeister, seien auch bei der Beantragung der Zuschüsse und bei der Abstimmung mit den Zuschussgebern des Landes sehr hilfreich gewesen. Die Firma Benninger-Bau, die den Auftrag für die Ausführung der Bauarbeiten erhalten hat, sei dagegen in Rosenberg zwar noch ein unbeschriebenes Blatt, aber erfolgreiche Projekte, wie die jüngst in Schweigern ausgebaute Ortsdurchfahrt, zeigten deutlich, dass diese Firma in der Lage sei, Projekte in dieser Größenordnung zu meistern. Rosenberg sei aber für diese Baufirma erst einmal Neuland, ergänzte Baar, der weiter ausführte, dass er froh darüber sei, dass der Gemeinderat die Notwendigkeit des Projekts erkannt, ihm zugestimmt und die erforderlichen Mittel im Haushaltsplan eingestellt habe. Nach der Fertigstellung des Projekts werde man sicherlich allgemein merken, dass es gut gewesen sei, diese Maßnahme durchzuführen. Die finanzielle Belastung der Gemeinde sei trotz der erhaltenen Zuschüsse über verschiedene Fördertöpfe immer noch sehr hoch und belaufe sich auf rund 732.000 Euro.

Dem Bürgermeister war es auch ein großes Anliegen, neben der Bevölkerung vor allem die an der Ortsdurchfahrt liegenden und betroffenen Gewerbebetriebe zu diesem Ereignis einzuladen. Mit der Baumaßnahme, die mehr als zwölf Monate andauern werde, seien sicherlich Erschwernisse für Anwohner wie auch für die Gewerbetreibenden zu erwarten. Es könne durchaus sein, dass die an der Hauptstraße liegenden und betroffenen Betriebe Umsatzeinbußen während der Bauzeit hinnehmen müssten. Baar warb um Verständnis und Geduld, gerade auch gegenüber den an der Baustelle arbeitenden Menschen. Er wünschte sich einen zügigen Baufortschritt, eine qualitativ gute Arbeit, ein Verlauf ohne Unfälle, wenig Stress sowie besondere Vorsicht der Anwohner, beim Umfahren der Baustelle im innerörtlichen Bereich und auch den ausgeschilderten Umleitungsstrecken.

Diplom-Ingenieur Marco Rieß vom Büro Sack und Partner Adelsheim bedankte sich bei Bürgermeister Baar für die positiven Worte. Im Juni vergangenen Jahres habe man mit der Planung und den Vorbereitungen zu diesem Projekt begonnen. Zwischenzeitlich sei viel Zeit ins Land gezogen, ehe man heute zum Spatenstich komme. Die Bearbeitung der Zuschussanträge habe einen ziemlich großen bürokratischen Verwaltungsaufwand mit sich gebracht.

Zur Baumaßnahme selbst sagte Rieß, dass etwa 500 Meter ausgebaut werden. Erstmals werde man dabei in Rosenberg mit der Firma Benninger zusammenarbeiten. Der Erfüllung des vorgegebenen Terminplanes, so Rieß weiter, werde natürlich Priorität eingeräumt. Diese Baumaßnahme werde, leider gehe dies nicht anders, unter Vollsperrung der Ortsdurchfahrt erfolgen müssen. Es werde damit zwangsläufig für Anlieger und Gewerbetreibende zu Behinderungen kommen, denn der gesamte Ort, so Rieß, sei von dieser Baumaßnahme betroffen. Eine solche Baumaßnahme sei immer von einem Miteinander abhängig. Rieß bedankte sich abschließend bei Bürgermeister Baar und dem Gemeinderat für die Auftragserteilung und das in sein Büro gesetzte Vertrauen.

Nach dem gemeinsamen Spatenstich, verbunden mit einem "Glückauf", lud der Bürgermeister die Gäste zum Umtrunk ins Foyer des Rathauses ein.