Verabschiedung des Bürgermeisters a.D. Gerhard Baar

Gerhard Baar wurde verabschiedet - Gemeinde war in den besten Händen - Ehrenbürger

Mit einer glanzvollen Festveranstaltung am Montagabend in der Sporthalle Sindolsheim wurde vor fast 500 Besuchern Bürgermeister a.D. Gerhard Baar aus seinem Amt verabschiedet und sein am 7. Oktober mit einem eind rucksvollen Ergebnis gewählter Nachfolger Ralph Matousek als Bürgermeister der Baulandgemeinde eingeführt. Gute Wünsche galten Baar für seinen Ruhestand als auch Ralph Matousek zu seinem Amtsantritt.

Viele Gäste aus Politik, Bürgermeister aus den Nachbargemeinden sowie Gemeinde- und Ortschaftsräte, Freunde und Weggefährten waren gekommen, um sich vom beliebten Bürgermeister Baar zu verabschieden, der sich in seiner 20-jährigen Amtszeit um die Gemeinde im besonderen Maße verdient machte und dafür zum Ehrenbürger ernannt wurde.

Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister Gerd Gräupl betonte, dass Baar in den 20 Jahren in der Gemeinde viel geleistet habe. Sie wurde trotz geringer Finanzmittel weiterentwickelt. Baars Bestreben war es gewesen, dass keiner der Ortsteile zu kurz kam.

Wichtige Investitionen waren der Neubau des Rathauses, die Sanierung der Kläranlage, der Anbau am Kindergarten "Arche", die Erneuerung der Wasserversorgung in Rosenberg und der 2018 begonnene Ausbau der Ortsdurchfahrt.

Wie Gräupl sagte, wurde in den Ortsteilen investiert, wie in Hirschlanden mit der "Steige" und dem Sindolsheimer Weg sowie die Ernennung Hirschlandens zum Schwerpunktort im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum.

In Sindolsheim wurden ein Baugebiet erschlossen, Hochwasserschutzmaßnahmen durchgeführt und Glasfaserleitungen verlegt. In Bronnacker entstand das Dorfgemeinschaftshaus. Die Leistungsbilanz von Altbürgermeister Baar sei beeindruckend.

Gemeinderätin Katrin Weimer dankte Baar für die engagierte Arbeit. Das hohe Maß an erbrachtem Einsatz sei nicht selbstverständlich. Man war sich nicht immer einig gewesen, der Bürgermeister und der Gemeinderat, was auch zu kontroversen Diskussionen führte, was zu einer gelebten Demokratie gehöre, sagte Weimer.

Um bestmögliche Entscheidungen wurde gerungen, wobei Baar die Diskussion nicht scheute und sie auch einforderte. Nie versuchte er, die Gemeinde als Autokrat zu führen. Für den Gemeinderat war Baars tiefes demokratisches Verständnis stets ein Vorbild gewesen. Rosenberg sei auch fachlich in den besten Händen gewesen.

Für ihn war es, wie Baar in seiner Abschiedsrede sagte, eine spannende Zeit gewesen. Wie er betonte, wurde in seiner Amtszeit viel Geld in die Infrastruktur gesteckt, wobei er immer versuchte, die Ortsteile im gleichen Maß zu entwickeln, was aber nie zu 100 Prozent gegangen sei. Jeder Ortsteil sei aber angemessen und ortsspezifisch berücksichtigt.

Baar bedankte sich bei den Bürgern, die ihn bei drei Wahlen in seinem Amt bestätigten. Sein Dank galt auch seiner Familie, die ihn sehr unterstützte. Seinem Nachfolger Ralph Matousek galten Baars beste Wünsche. "Euch zu dienen", so Baar am Ende zu seinen Mitbürgern, "war mir eine ganz besondere Ehre".

aus der RNZ vom 23.01.2019