Waldhütte soll wieder ertüchtigt werden

Sindolsheim.In seiner letzten Sit-zung in diesem Jahr befasste sich der Ortschaftsrat mit sechs interessanten Tagesordnungspunkten. Dabei stieß die geplante Erneuerung der Waldhütte beim dortigen Jagdpächter auf Kritik.

 

Zur Abschlusssitzung begrüßte Ortsvorsteher Jürgen Fuchs neben einer Vielzahl von fast 50 interessierten Zuhörern auch Bürgermeister Ralph Matousek.

Erster Punkt war die Bereitstellung von Fläche für einen Mobilfunkmasten, der auf Gemarkung Sindolsheim durch die Firma ATSI aufgestellt werden soll, um die im Dorf bestehenden Funklöcher zu schließen. Jetzt besteht die Möglichkeit, so Fuchs, dieses Problem zu lösen. Die Mitarbeiter der Firma waren bereits vor Ort und schauten sich die Gegebenheiten an. Der Ortschaftsrat fand dies eine „gute“ Idee und der beste und geeignetste Standort wäre an der neuen „Wasserscheune“ auf der Anhöhe Sindolsheims. Bürgermeister Matousek meinte, dass die „Wasserscheune“ eine gute Stelle sei. Dadurch wäre auch eine Funkabdeckung des gesamten Ortsteils möglich. Einstimmig beschloss das Gremium der Firma ATSI das Grundstück zur Verfügung zu stellen.

Beim nächsten Punkt befasste sich das Gremium mit einer geplanten Ertüchtigung der Sindolsheimer Waldhütte. Wie Fuchs informierte, fördert die Leader-Aktionsgruppe in den beiden nächsten Jahren Kleinprojekte, deren Kostengrenze von 20 000 Euro nicht überschritten wird mit einem Förderzuschuss bis zu 80 Prozent.

 

Angedacht ist deshalb, die bestehende Waldhütte durch verschiedene neue Maßnahmen, wie das Aufstellen eines Waldsofas auf der bestehenden Wiesenfläche, eine feste Sitzgelegenheit und eine neue Grillmöglichkeit aufzuwerten. Aufgestellt werden soll zusätzlich ein Wassertank, in den das Wasser des Hüttendachs eingeleitet wird. Außerdem soll die Freifläche um das Waldsofa und die Sitzgelegenheit gepflastert werden. Um die bestehende Hütte wird auch eine neue Wanderstrecke rund um Sindolsheim vorbeiführen. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf rund 12 000 Euro. Der Ortschaftsrat beschloss einstimmig, im Januar einen Antrag zur Projektförderung einzureichen. Wenn keine Förderung erfolge, so Fuchs, dann habe sich die Angelegenheit bereits erledigt. Die geplanten Wanderstrecken werden aber sicherlich gemacht, die betreffe auch die Reviere der jetzigen Jagdpächter.

Nach Bekanntgabe eines nichtöffentlich gefassten Beschlusses befasste sich der Ortschaftsrat mit dem nächsten Thema der Namensgebung der bestehenden Bushaltestelle. Nach einer kurzen Diskussion stimmte der Ortschaftsrat mehrheitlich dafür, nur noch den Namen „Milchhäusle“ beizubehalten.

Bürgermeister Ralph Matousek bedankte sich in seiner bisher einjährigen Amtszeit als Bürgermeister beim Ortschaftsrat für die bisherige stets konstruktive Zusammenarbeit. Unter Punkt „Verschiedenes“ informierte Fuchs darüber, dass neue Geländer in der Lammstraße und am Bachlehrpfad zwischenzeitlich montiert wurden.

Für den Ortsteil wurden zehn Mülleimer für Hundekot bestellt, die außerhalb des Dorfes aufgestellt werden sollen. Fuchs erinnerte auch daran, dass nach einer Brandschutzschau im ehemaligen Lehrerzimmer der Schule ein zweiter Fluchtweg zu den dort bestehenden Vereinsräumen errichtet werden müsse. Die erforderlichen Arbeiten müssen bis Ende April 2020 ausgeführt sein.

Ein weiteres Thema war der Fortbestand des dörflichen Ladens „Ums Eck“. Wie Fuchs informierte, habe er mit der Insolvenzberaterin der Bäckerei Kubach gesprochen, die bestätigte, dass der Laden angeblich weitergeführt wird. Nähere Informationen sind bei den neuen Ge-schäftsführern der Bäckerei zu erhalten. Von dort wurde bestätigt, dass geplant ist, den kleinen Einkaufsladen auch im Jahre 2020 weiterzuführen. Es wird derzeit überlegt, das bestehende Warenangebot zu erweitern. Wie Fuchs weiter sagte, hoffe er, dass diese erhaltenen Aussagen auch stimmen und eine baldige Wiedereröffnung erfolgen wird.

Weiterhin informierte der Ortsvorsteher darüber, dass eine gemeinsame Informationsbroschüre über die Gemeinde Rosenberg erstellt werden soll. Im kommenden Jahr sei eine gemeinsame Aufräumaktion in allen Ortsteilen der Gemeinde geplant, die zukünftig dann einmal jährlich stattfinden soll. In der anschließenden Bürgerfragestunde war das geplante Vorhaben an der Waldhütte das dominierende Thema. Der dortige Jagdpächter zeigte sich mit dem vom Ortschaftsrat getroffenen Beschluss nicht einverstanden und betonte, dass der Standort der Hütte in seinem Jagdgebiet ein ständiges Ärgernis darstelle. Die jetzige Situation und das neue Vorhaben des Ortschaftsrates führe bereits jetzt schon zu einer „wahnsinnigen“ Störung im Bereich des Waldes und der dort lebenden Tierwelt. F

© Fränkische Nachrichten, Montag, 23.12.2019