Dorfladen soll im Oktober öffnen

Der Umbau des Dorfladens in Rosenberg wird in Kürze beginnen. Die Firmen stehen bereits in den Startlöchern, denn im Oktober soll erstmals geöffnet werden.

Genossenschaft „Mein Dorfladen“

In einem Gespräch im leerstehenden Gebäude, das derzeit einem „Rohbau“ gleicht, meinten Bürgermeister Ralph Matousek sowie die drei Vorstände der neu gegründeten Genossenschaft „Mein Dorfladen“ Annika Thier, Josef Metzger und die, für die Finanzen zuständige, Ursula Geiger, dass der Baubeginn alsbald erfolgt. Die erforderlichen 19 Gewerke wurden zwischenzeitlich ausgeschrieben, die Aufträge an die Handwerker können nach der Bewilligung durch die L-Bank erteilt werden.

Nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr verfolgte Bürgermeister Matousek mit großem Einsatz sein Ziel, den vor mehr als fünf Jahren geschlossenen Lebensmittelmarkt im Baulanddorf wieder zu eröffnen.

Nach einer Bürgerinformation, die im April vergangenen Jahres stattfand, wo über das geplante Vorhaben informiert wurde, ist zwischenzeitlich die Genossenschaft „Mein Dorfladen Rosenberg“ gegründet worden. Das Projekt wurde zu dem in die Leader-Förderung aufgenommen und der Höchstfördersatz genehmigt.

Verschiedene gegründete Arbeitsgruppen haben sich damit beschäftigt, Pläne für den Ausbau zu entwerfen. Erfolgreiche Gespräche mit möglichen Lieferanten wurden geführt. Von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern wurde das Mobiliar im alten Laden ausgebaut, wobei auch ein Filmteam des Südwestrundfunkes vor Ort war, um in einer Fernsehsendung darüber zu berichten.

575 000 Euro für den Umbau

Jetzt, nach einigen Wochen Stillstand, soll das Gemeinschaftsprojekt wieder angegangen werden. Die Baufirmen stehen bereits in den Startlöchern. Die Umbaukosten bezifferte Bürgermeister Matousek nach der Ausschreibung auf rund 575 000 Euro. „Die Finanzierung ist gesichert“, ergänzte Ursula Geiger.

Neben dem Zuschuss aus dem Leaderprogramm wird die Genossenschaft ein Darlehen in Höhe von 300 000 Euro aufnehmen, den Restbetrag steuern die mehr als 190 neuen Genossenschaftsmitglieder bei. Nach dem Umbau wird man das Gebäude nicht mehr wiedererkennen. Der komplette Eingangsbereich soll erneuert werden. Dazu wird der vorhandene Fliesenboden angeschliffen und neu versiegelt. Außerdem eine neue Decke eingebaut.

Die komplette Elektrik wird zudem erneuert, ebenso Kühlung und Heizung. Des Weiteren erhält der Laden eine neue Verkaufstheke. Eine gesamte „Runderneuerung“ sozusagen.

Der benötigte Strom wird mit einer neu installierten Photovoltaikanlage auf dem Dach selbst produziert. „Einige Arbeiten sollen auch in Eigenleistung ausgeführt werden“, so Bürgermeister Matousek. Dazu zählt beispielsweise der Abbau der vorhandenen Decke. Ein Magnet des Lebensmittelmarkts wird sicherlich das neu integrierte Café mit Außenterrasse werden. Dazu ist es nötig, in das Gebäude neue Toilettenanlagen einzubauen.

Den Wunsch des Vorstandes äußerten Annika Thier und Josef Metzger, denn die umfangreichen Umbauarbeiten sollen nach dem vorliegenden Bauzeitenplan nur vier Monate nach Beginn abgeschlossen sein. Denn im Oktober soll, so die jetzige Planung, der neue Lebensmittelmarkt eröffnet werden.

Sportliches Ziel

Vorstand und Bürgermeister sind zuversichtlich, dass dies zwar ein „sportliches“ Ziel, aber durchaus zu schaffen sei. „Wenn der Zuschuss da ist, geht’s los“, sagt Matousek und hofft, dass die Handwerker dann bei der „Stange“ bleiben und kommen.

Hauptlieferant der Lebensmittel wird Edeka sein. Man setzt aber auch auf heimische Produkte und solche aus der Region. Lieferant der Wurstwaren wird die Metzgerei Peter Maurer aus Merchingen sein, die Backwaren liefert die Bäckerei Rolf Trabold aus Osterburken. In Verhandlung steht man derzeit mit regionalen Anbietern, die Produkte wie zum Beispiel Obst und Gemüse, Käse, Eier oder Nudeln sowie Edelbrand und Liköre anbieten.

Des Weiteren ist man im Gespräch mit der Deutschen Post, um die Postagentur wieder im neuen Dorfladen unterzubringen. „In der derzeitigen Krise merkt man ganz deutlich, wie wichtig eine Nahversorgung mit Lebensmitteln ist“, sagte der Bürgermeister, der auch das große Interesse der Rosenberger Bevölkerung, als sehr positiv bewertet. Die Bürger sind der neu gegründeten Genossenschaft beigetreten.

Zudem fand er es richtig, dass der Gemeinderat entschied, das Gebäude zu erwerben.

Er ist sich sicher, dass man sich auf dem richtigen Weg befinde, denn der neue Dorfladen trage dazu bei, die Lebensqualität der Bürger nachhaltig zu verbessern. „Wenn alles klappt, dann fehlen nur noch die Kunden, die hier einkaufen“, so Ralph Matousek abschließend. Daran hat der Vorstand der Genossenschaft allerdings keinen Zweifel. F