Ortschaftsrat Rosenberg: Investor plant barrierefreie Seniorenwohnungen

Investor plant barrierefreie Seniorenwohnungen

Ortschaftsratssitzung: Außenanlage am Kindergarten "Arche" soll neu gestaltet werden - Über 200 Leute kaufen täglich im neuen Dorfladen ein.

Rosenberg. (F) Nach sechsmonatiger Pause traf sich der Rosenberger Ortschaftsrat zu seiner ersten öffentlichen Sitzung in diesem Jahr im Saal des Rathauses. Ortsvorsteher Sven Baumann begrüßte neben den Zuhörern auch Bürgermeister Ralph Matousek.

Anschließend gab der Ortsvorsteher einige Informationen zur aktuellen Lage bei der geplanten Bebauung des Areals unterhalb der evangelischen Kirche – ein Thema, mit dem man sich bereits seit über 20 Jahren beschäftige. Die dortigen Gebäude, die zum Teil schon lange nicht mehr bewohnt seien, seien nun alle im Besitz der Gemeinde. Nach dem Abriss der Häuser soll die Fläche neu genutzt werden.

Wie Bürgermeister Matousek ergänzte, habe man einen Investor an der Hand, der dort barrierefreie Seniorenwohnungen errichten möchte. Mit dem DRK-Ortsverein Rosenberg, dem TSV Rosenberg sowie mit der Freiwilligen Feuerwehr, die aus ihren Gebäuden ausziehen müssten, seien bereits Lösungen gefunden worden. Mit dem Abbruch der Gebäude soll noch in diesem Jahr begonnen werden.

Dabei werde auch das Feuerwehrgerätehaus abgerissen, wofür bereits ein Neubau geplant sei, über den Baumann anschließend informierte. Wie in einer Klausurtagung der Feuerwehr beschlossen worden sei, solle der Neubau – wie auch im neuen Feuerwehrbedarfsplan beschrieben – an das BAG-Lagerhaus in der Hermann-Hagenmeyer-Straße angeschlossen werden.

Der Ortschaftsrat sprach sich zudem dafür aus, den geplanten Schulungsraum, der an die Fahrzeughalle angebaut werden soll, entsprechend zu vergrößern, so dass dort ein größerer Raum für Feiern zur Verfügung steht. Sowohl der Ortschaftsrat als auch Bürgermeister Matousek fanden dies eine gute Idee. Es müssten aber noch weitere Dinge abgeklärt werden. Das Gremium beschloss einstimmig, einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung zu stellen.

Nächster Sitzungspunkt war der Außenbereich des Kindergartens "Arche" in Rosenberg, der neu gestaltet werden soll. Der Großteil der Außenanlage sei, so Baumann, seit dem Bau des Kindergartens im Jahre 1996 beinahe unverändert geblieben. Die bestehende Außenanlage solle in diesem Jahr stufenweise umgestaltet werden.

Bürgermeister Matousek stellte das Großprojekt mit den neuen Planungen vor. So sei der Bau einer Wasserkugelbahn, eines Stangenwalds und eines großen Sandbereichs vorgesehen. Die erforderlichen Kosten beliefen sich auf rund 60.000 Euro. Ein Teil davon sei im Haushalt eingestellt. Man wolle die Hälfte der geplanten Maßnahmen in diesem Jahr umsetzen.

Anschließend ging es um den geplanten Breitbandausbau. Die Gemeinde habe zwischenzeitlich erfreulicherweise ihr Ziel erreicht – mehr als 200 Verträge seien bisher unterzeichnet worden.

Nach einem Bericht über die Sanierung der Friedhofsmauer in Rosenberg und die im vergangenen Jahr angegangenen und zwischenzeitlich auch beendeten Baumaßnahmen zog Ortsvorsteher Baumann eine erfolgreiche Bilanz über den im November eröffneten neuen Dorfladen. Das Projekt sei eine "große Herausforderung" für alle Beteiligten. Man habe aber zwischenzeitlich ein "Schmuckkästchen" erhalten, das alle Einkaufswünsche erfülle. Baumann dankte sowohl dem äußerst engagierten Bürgermeister Matousek, allen ehrenamtlichen Helfern sowie dem Vorstand der neu gegründeten Genossenschaft für ihren großartigen Einsatz.

Matousek betonte, dass der Betrieb sehr erfolgreich laufe und der Dorfladen von der Bevölkerung angenommen werde. Die Umsatzzahlen stimmten, und der Dorfladen werde durchschnittlich von mehr als 200 Personen am Tag besucht. Leider könne das in den Dorfladen integrierte Café noch nicht eröffnen. Er hoffe aber, dass es bald so weit sein werde, um den Bürgern die Möglichkeit zu schaffen, sich hier zu treffen und gesellig bei einem Kaffee und einem Stück Kuchen zusammenzusitzen. Außerdem seien weitere Angebote im Laufe des Jahres geplant, wie die Postagentur, die am heutigen Montag neu eröffnet.

Weitere Informationen gab der Bürgermeister zum neuen Baugebiet "Bei den drei Morgen". In der Baulandgemeinde sei ein regelrechter "Bauboom" ausgebrochen. Von den zwölf im ersten Bauabschnitt erschlossenen Bauplätzen seien zehn bereits verkauft und zwei reserviert. Jetzt solle die Erschließung des zweiten Bauabschnitts ebenfalls mit zwölf neuen Bauplätzen angegangen werden. Der Gemeinderat habe bereits den entsprechenden Beschluss gefasst. Derzeit würden die Pläne gefertigt, so dass die Ausschreibung erfolgen könne. Auch für den zweiten Bauabschnitt, der bis zum Herbst fertiggestellt werden solle, lägen bereits vier Reservierungen vor.

Unter Punkt "Verschiedenes" gab es aus den Reihen der Zuhörer noch erhebliche Kritik, dass jetzt doch auf der Fläche des ehemaligen alten Friedhofs ein Ruhehain für Urnenbestattungen entstehen soll. Diese Entscheidung sei, so die Meinung einiger Zuhörer, nicht durchdacht, weil man eine solche Realisierung auch im neuen Friedhof hätte vornehmen können. Wie Ortsvorsteher Baumann sagte, habe sich der gesamte Ortschaftsrat gegen das geplante Vorhaben ausgesprochen, konnte sich aber gegen den Gemeinderat nicht durchsetzen.