SWR präsentierte TV-Porträt von Rosenberg

Rosenberg. (joc) Eine Katze überquert verträumt die Straße, die Filmkamera schwenkt weiter und zeigt grüne Wiesen und herrliche Ausblicke auf unberührte Natur. Das Landleben kann so schön sein! Und die Gesamtgemeinde Rosenberg hat viele solch schöner Ecken zu bieten. Das ist die erste Botschaft des gut 40 Minuten langen Films aus der Serie "Landleben 4.0", den das SWR-Fernsehen am Freitag ab 21 Uhr ausstrahlte. Ausdrucksstarke dichte und farbenfrohe Bilder, Sequenzen einer heilen Welt prägen die Szenerie und erfreuen das Auge.

Das allein war dem SWR-Team, das im Herbst 2019 in Rosenberg drehte, aber offenbar zu wenig, denn man wollte – eigenen Angaben zufolge – unter dem Titel "Das Dornröschen-Syndrom in Rosenberg" eine kleine Gemeinde porträtieren, deren Name zwar ganz märchenhaft klingt. Gleichzeitig wirke aber alles so, als wäre die Zeit hier schon länger stehen geblieben. Aus diesem Grund machte sich das Fernsehteam auf, um in Rosenberg Orte aufzuspüren, an denen Aufbruchstimmung herrscht. Orte, an denen sich die Rosenbergerinnen und Rosenberger gegenseitig wachgeküsst haben. Orte, die eine gute Zukunft verheißen.

> Rosenberg: Der Film beginnt und endet an der Baustelle zum neuen Dorfladen im Ortsteil Rosenberg. Hier wirken 100 Freiwillige aus allen vier Ortsteilen an den Arbeiten zur Wiederbelebung des von allen gewünschten Einkaufsmarkts. "Diese Arbeit schweißt zusammen, alle in der Gemeinde werden davon profitieren", beschwört das Fernsehteam an diesem Beispiel den Gemeinschaftsgeist.

> Schwenk nach Hirschlanden. Hier berichtet Brigitte Bernhardt über soziale und kulturelle Aktivitäten im Mehrgenerationen-Dorf, etwa den Fahrdienst. Dekan Rüdiger Krauth unterstreicht das Miteinander von Kirche, Vereinen und Ortschaftsrat, und Jennifer Kaufmann stellt den tierpädagogischen Kindergarten vor. Alle betonen das starke Zusammengehörigkeitsgefühl im Ort.

> Weiter nach Sindolsheim: Von der herrlichen Landschaft schwenkt die Kamera auf die metallverarbeitende Firma Vogt, seit vier Generationen ein Erfolgsmodell im Ort mit mittlerweile 60 Mitarbeitern. Der Firmenchef sagt: "Die Mitarbeiter sind unser größtes Kapital!"

In der Kirchenkäserei Sindolsheim begrüßt Ursula Krauth das TV-Team und erklärt, wie die gemeinnützige Genossenschaft Milch zu Biokäse verarbeitet.

> Und Bronnacker? Leider fand der Ortsteil bei den Filmemachern gar keine Berücksichtigung. – Sehr schade!

> Fazit: Ein Anschauen des Films lohnt sich auf jeden Fall, allein schon wegen der tollen Landschaftsaufnahmen. Zudem ist es ein ein sympathisches Porträt einer ebensolchen Gemeinde. Ob es darüber hinaus auch ein Werbefilm für die Gesamtgemeinde Rosenberg sein kann, muss jeder für sich selbst beantworten. Auffallend sind auf jeden Fall – von den Autoren gesetzte – lokale Unterschiede. So ist die von den Filmemachern in den Mittelpunkt gerückte Aufbruchstimmung am deutlichsten in den Ortsteilen Sindolsheim und Hirschlanden zu spüren. Für den Kernort Rosenberg bleiben positiv die Aktivitäten rund um den Dorfladen – negativ aber auch die leer stehenden Häuser und die fehlende Gastronomie – haften.