Verabschiedung der Kindergartenleiterin Emilie Pfeuffer im evangelischen Kindergarten „Arche“

Ihr Tun hat großen Respekt und Anerkennung erzeugt

Nach über 20 Jahren wurde Kindergartenleiterin Emilie Pfeuffer jüngst im evangelischen Kindergarten „Arche“ in Rosenberg in den Ruhestand verabschiedet.

Rosenberg. Nach mehr als 20 Jahren hieß es jetzt für die Leiterin des Rosenberger Kindergartens, Emilie Pfeuffer, Abschied nehmen. So luden zunächst die Kindergartenkinder ihre Leiterin zu einer Andacht im Kindergarten ein. Dass die Kinder sich mit ihren Erzieherinnen in den letzten Wochen gut auf diesen Tag vorbereitet hatten, zeigten sie gleich zu Beginn mit dem Lied „Lasst uns miteinander“. Und auch bei einem kurzen Gespräch darüber, welche Aufgaben Emilie Pfeuffer überhaupt hatte, brachten sich die Jüngsten aktiv ein. Dann hieß es auch schon in einem letzten Liedgruß der Kinder: „Ciao, es war schön, mit dir zu gehen. Doch einmal kommt die Zeit zum Auseinandergeh’n.“ Natürlich hatten sie auch ein Geschenk für die beliebte Leiterin vorbereitet: ein dickes Abschiedsbuch mit vielen liebevoll gestalteten Seiten.

Aber auch die Kinder wurden überrascht: Pfeuffer hatte ebenfalls für jedes Kind ein kleines Abschiedsgeschenk dabei. Außerdem übergab sie der Einrichtung zwei Spielhütten für den Garten.

Selbstverständlich wollten auch die Eltern, vertreten durch den Elternbeiratsvorsitzenden Christian Schinnagel, Pfeuffer danken. Schließlich sei sie es gewesen, die den Eltern bei der Anmeldung immer das nötige Vertrauen vermittelt habe, dass sie ihre Kinder in gute Hände geben würden. Dies sei nicht selbstverständlich, aber umso schöner für die Rosenberger Familien gewesen. Die Eltern dankten mit einem Blumenstrauß, einer Schatzkiste und Leckereien, die an Rosenberg erinnern.

Im Anschluss segnete Pfarrer Kreß die Leiterin, bevor die Erzieherinnen noch Fürbitten lasen und die Andacht mit dem Lied des Teams „Sei behütet auf deinen Wegen“ endete.

Nicht weniger ansprechend folgte dann die offizielle Verabschiedung in der evangelischen Kirche. Dekan Rüdiger Krauth fand anerkennende Worte für die langjährigen und vielfältigen Tätigkeiten der Kindergartenleiterin. Und auch in den folgenden Grußworten wurde mehr als deutlich, dass Emilie Pfeuffers Tun in so vielen Jahren bei allen großen Respekt und Anerkennung erzeugt hatte.

Hierbei sprach Rosenbergs Bürgermeister Ralph Matousek über den Wandel des Berufs der Erzieherin und die damit verknüpften Anforderungen an eine Kindergartenleiterin, die Emilie Pfeuffer stets gut bewältigt habe. Zum Dank überreichte er einen Rosenberger „Geschenkeschirm“.

Pfarrer Kreß lobte die Weiterentwicklung des Kindergartens auch durch die Montessoripädagogik, der somit auch über Rosenberg hinaus einen guten Ruf habe, sowie das große Engagement. Fünf bunte Verdienstkreuze standen dabei für Feuer und die Begeisterung, für Träume und Treue, für Ausstrahlung, für Glaube und das Christsein sowie für Wachstum und Lebendigkeit und zeigten, dass jede einzelne zutreffend auf Emilie Pfeuffer seien. Sein Dank an sie für die jahrelange Unterstützung drückte sich anschließend in einem Kaffeevorrat aus.

Christian Schinnagel überbrachte seine Grußworte in musikalischer und berührender Form mit dem Lied „Geh’ unter der Gnade“, das sich Pfeuffer gewünscht hatte.

Im Bilderbuch von Frau Kreß stellten sich drei Kinder die Frage „Wem gehört der Schnee?“ und „Welcher Gott hat ihn gemacht?“. In einer Gemeinde und einem Kindergarten, in denen so viele Kulturen und Religionen zusammenkommen, sei es wichtig, im Gespräch miteinander zu bleiben. Das Buch solle der scheidenden Leiterin einen Anlass bieten, um auch weiterhin mit Kindern über diese Themen zu sprechen. Zum Beispiel in ihrer Familie, mit ihren fünf Enkelkindern.

Anna Hilgers und Christian Schinnagel schlossen sich den Vorrednern an und freuten sich, dass Emilie Pfeuffer ihnen im Förderverein des Kindergartens noch weiterhin erhalten bleibe.

In Form eines Entwicklungsberichts brachte auch das Team der „Arche“ seine Anerkennung zum Ausdruck und konnte einstimmig festhalten, dass Emilie Pfeuffer am Ende ihrer Kindergartenzeit nun wirklich in den wohlverdienten Ruhestand entlassen werden könne. Dafür übergaben ihr die Erzieherinnen ein „Rentnerbänkle“ und einen Blumengruß. Selbstverständlich dürfe aber auch vom Team der Dank an den Mann an ihrer Seite nicht fehlen, der stets mit angepackt und für den Kaffeenachschub gesorgt habe. Da er nun wohl wieder etwas mehr Zeit für das geliebte Fahrradfahren habe, bekam er einen gepackten Fahrradrucksack überreicht.

Nach so vielen würdigenden Worten und mit Bedacht ausgewählten Präsenten war es nun an Emilie Pfeuffer selbst, noch ein paar Worte zu finden, was ihr nicht mehr ganz so leicht fiel. Zum Glück standen genügend Taschentücher bereit. Dass der Abschied nach so vielen Jahren schwerfällt und die kommenden Wochen erst einmal mit neuen Inhalten gefüllt werden müssen, ist nachvollziehbar. Aber sicher wird sie auch diese Aufgabe mit Bravour meistern.